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Mantrailing - der Anfang
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Autor:  sally [ Di 17. Nov 2009, 20:52 ]
Betreff des Beitrags:  Mantrailing - der Anfang

Nachdem uns das Mantrailing-Fieber einmal gepackt hatte, warteten Sally und ich voller Spannung auf den Sonntag, der ja nun der Start in unsere wunderbare abenteuerreiche Mantrailing-Zukunft werden sollte.

Jeden Tag beäugte ich argwöhnisch den Wetterbericht, aber Sonntagmittag hatte das Wetter ein Einsehen, es regnete ( noch) nicht. Und so machten wir uns auf den Weg, ausgerüstet mit GAs ( Geruchsartikeln), langer Trailingleine, Belohnungsleckerli und natürlich dem unvermeidlichen Schweini als potentielles Highlight nach einer gelungenen Spurensuche.

Um 14 Uhr trafen wir uns mit den Anderen vor der Hundeschule. Die Anderen, das waren Sina mit Gabi und Klaus-Peter, die zwei Freunde mitbrachten, die sich netter Weise bereit erklärt hatten, sich zu verstecken. Und Sally`s Wurfschwester, mit Namen ebenfalls Sally mit Frauchen Trixie.

Den Park hatten wir in den Tagen vorher schon sorgfältig gemieden, um keine unbeabsichtigten Geruchsspuren zu legen. Wir ließen den Hunden Zeit, sich zu begrüßen, und nachdem bis kurz nach 14 Uhr keine weiteren Teilnehmer mehr dazu gekommen waren, fingen wir an.

Sally und ich machten den Anfang. Ich sortierte im Geiste alles, was Meike und Dagmar uns eingeschärft hatten: "Als Erstes Hund fertig machen und auf keinen Fall die Ritualisierung vergessen."

Geschirr als Ritualisierungsgegenstand ging nicht, das trägt sie ja jeden Tag. Also hatte ich mich für ein Halstuch entschieden als Signal für das, was kommen würde. Ich hielt es Sally unter die Nase und band es ihr dann das Geschirr. Lange Leine an, kurze Leine ab. Einer von Gabi`s und Klaus-Peter`s Freunden bekam Schweini mit auf den Weg und lief los, ließ ein Tuch fallen, und ich führte mein Hundchen zu dem Gegenstand. Sally setzte sich fröhlich in Bewegung, hob das Tuch auf, und fing an damit zu spielen. ürlub

Mein sorgfältig einstudiertes Trailing-Kommando "Go" blieb mir fast im Hals stecken, während Püppi erst einmal interessiert über die große Wiese blickte. "Sag ihr, sie soll suchen und halt die Leine straff, " ermahnte mich Klaus-Peter hinter mir. Froh, dass jemand den Überblick behalten hatte, forderte ich meine Süße auf, nicht rumzukaspern und bis zur Abbiegung ging es dann auch einigermaßen ordentlich geradeaus. An der Kreuzung machte Püppi erst einmal ein bisschen Pause, und nach mehreren sanften Zurechtweisungen fanden wir schließlich mit viel Mühe die Fährte wieder.

Doch schon standen wir der nächsten Herausforderung gegenüber: Auf dem Weg kamen uns zwei ältere Damen mit ihren etwa dackelgroßen Hunden entgegen und erkundigten sich freundlich, ob wir etwas suchten. Ja, wir suchten etwas, nämlich unsere "vermisste Person". Wo die aber war, wußte nur sie selbst. Wir hatten uns, soviel war schon mal klar, nicht ausreichend abgesprochen. Auf Zurufen von Klaus-Peter kam die vermisste Person dann ganz in der Nähe hinter einem Baum hervor. Sally war begeistert und lief auch sofort hin, um mit Schweini zu spielen, dass es natürlich trotzdem als Belohnung gab. Für sie lief alles Klasse. rruunn

Und ich brütete erst einmal über meinen Fehlern.

Dann startete Schwesterchen Sally, auch sie brauchte natürlich viel Hilfestellung, aber insgesamt schienen sie und ihr Frauchen viel Spaß an der Sache zu haben. sneell

Sina war die letzte in der Reihe, darüber werden Gabi und Klaus-Peter sicher noch erzählen.

Jeder startete dreimal, und wir mussten alle feststellen, ohne die fachkundige geduldige Hilfe von Meike und Dagmar war das ganz schön schwer. Das wird noch ein weiter Weg.

Spaß hat es trotzdem gebracht. Und wir machen weiter, auf jeden Fall.

Wie war noch der Spruch, den ich neulich gelesen habe?

Ach ja: "Auch der beste Vater hat mal als Amateur angefangen."

Es kann nur besser werden.

Autor:  Anzeige [ Di 17. Nov 2009, 20:52 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  borderspeed [ Di 17. Nov 2009, 21:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mantrailing - der Anfang

Wir haben es am Sonntag leider nicht geschafft.
Da sich dein Bericht aber mal wieder total klasse anhört,müssen wir auf jeden Fall bald mal mitmachen.

Viele liebe Grüsse
Corinna und Speed
:-) :-) :-)

Autor:  Schnüffelschnute [ Di 17. Nov 2009, 23:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mantrailing - der Anfang

Katastrophe
Wir haben alles was uns im Seminar beigebracht wurde , in unserer Euphorie totall vergessen(extremer Fehler)
Sina hatte beim Seminar sehr gut mitgearbeitet. Deshalb wurden wir angehalten mit ihr schon eine Stufe weiter zugehen(Splitting).
Leider ist am Sonntag bei unserem ersten Trail-Trainig alles in die Hose gegangen.
Wir werden wieder bei Null anfangen und geben nicht auf. :wink:
Gruß
Sina mit Anhang

Autor:  stüti [ Mi 18. Nov 2009, 09:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mantrailing - der Anfang

Schön, dass ihr das so gelassen seht, weil ich finde das ist alles halb so schlimm. sllaap Und ihr wisst ja jetzt, worauf ihr beim nächsten Mal achten müsst. :wink:

Ich habe mit Stella letzte Woche das Gelernte ja auch gleich mal in die Tat umgesetzt. Bei uns hat auch nicht alles so vorbildlich geklappt. Ich muss bei Stella darauf achten, dass sie nicht so viel auf Sicht geht. Was bei ihr bei der letzten Trail sehr gut geklappt hat, da konnte sie nämlich nicht sehen, wo mein Sohn langgelaufen ist. Er ist erst rechts rum in einen kleinen Weg rein und dann nach ungefähr 15 m noch einmal links hinter einem Baum verschwunden. Bis zur Rechtsabbiegung ist Stella noch auf Sicht gegangen und dann musste sie ihre Nase einsetzen, was sie auch toll gemacht hat. Ich selber wusste auch nicht so genau, hinter welchem Baum mein Sohn sich versteckt hatte, also hab ich mich voll und ganz auf Stella verlassen. An dem Punkt wo mein Sohn dann links abgebogen ist, hat sie noch einmal etwas gekreiselt und ist dann schnurstracks nach links eingebogen. Ich war so stolz auf meine große Maus.

Was mich bei dieser Art von Sport so fasziniert ist dem Hund zu vertrauen und ihm dabei zu beobachten. Es war einfach so schön zu sehen, wie sie die letzte Trail gemeistert hat.

Autor:  sally [ Mi 18. Nov 2009, 19:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Mantrailing - der Anfang

Du hast völlig recht, Andrea, es ist doch ein Lernprozess. Und so furchtbar schlecht hat Sina es nun auch nicht gemacht.

Es lief doch ganz ordentlich, nachdem Ihr die Anforderungen zurückgenommen hattet. Eine Katastrophe ist es doch nicht, bloß weil der Hund nicht gleich nach der Grundschule Abitur gemacht hat. :wink:

Sally`s Eigenheiten kennen wir ja, es ist immer dieses ürlub . Und wenn ich sie dann zur Ordnung rufe, geht es auch. Und wenn mal nicht, dann sind wir eben noch nicht so weit.

Zitat:
Ich selber wusste auch nicht so genau, hinter welchem Baum mein Sohn sich versteckt hatte, also hab ich mich voll und ganz auf Stella verlassen.


Da liegt das größte Problem für viele, die mit Nasenarbeit welcher Art auch immer anfangen. Man muss sich völlig auf den Hund verlassen. Wie oft habe ich das von meiner Ausbilderin gehört in den Jahren, als ich mit Quirie gefährtet habe: "Vertraue Deinem Hund, Marion, der weiß, wo er lang muss." Dummerweise wollte ich es manchmal besser wissen, und dank meiner mehr oder minder bewußten Einwirkungen war das Ergebnis dann auch ziemlich daneben.

Dieses völlige Vertrauen in die Nase des Hundes müssen die meisten erst lernen, ich habe jedenfalls lange dafür gebraucht.

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